Auflösung des Vereins

Die Verwendung vorhandener Geld- und Sachwerte bei der Auflösung eines Vereines ist davon abhängig,

  1. was dazu in der Satzung steht
  2. ob es sich um einen eingetragenen Verein (e.V.) handelt
  3. ob der Verein gemeinnützig ist
  4. ob ein ein Auflösungsbeschluss im Protokoll exitiert

Erst dann ist eine konkrete Antwort möglich. Alles andere gäbe eine Vermischung von Möglichkeiten oder Notwendigkeiten.

Allgemein
Die Auflösung des Vereins kann nur in einer extra zu diesem Zweck ordnungsgemäß (fristgerecht, mit Tagesordnung) einberufenen Mitgliederversammlung mit 3/4 Mehrheit der abgegebenen Stimmen (sofern die Satzung dazu kein anderes Mehrheitsverhältnis beinhaltet) erfolgen.
Die Mitgliederversammlung bestellt zur Abwicklung der Geschäfte mindestens zwei Liquidatoren (in der Regel Vorstandsmitglieder).

Vermögensverwendung
Beim gemeinnützigen Verein erhält die in der Satzung zwingend namentlich anzugebende ebenfalls gemeinnützig-steuerbegünstigte Organisation das Restvermögen (nach Abwicklung der Auflösung und der erforderlichen Zustimmung des Finanzamtes).
Beim nicht gemeinnützigen e.V. regelt die Satzung die Auflösung des Restvermögens. Denn ohne diese Regelung wird ein Verein nicht ins Vereinsregister eingetragen.
Beim nicht-gemeinnützigen Verein, der auch kein e.V. ist, regelt das die Satzung. Ist keine Satzung vorhanden oder steht in ihr nichts für den Fall der Auflösung, gehört das verbleibende restliche Vermögen “zur ganzen Hand” und kann einvernehmlich gemäß Mitgliederbeschluss verwendet werden.
Hilfsweise sollte der Oldenburgische Sängerbund (er ist e.V. und gemeinnützig) bedacht werden, da er die kulturelle Förderung des Singens als Aufgabe hat.

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