Youtube oder Vimeo
Auszug aus "Neue Chorzeit", September 2011, Seite 24:
Ob Youtube oder Vimeo - für das spätere Einbinden der Blogsysteme spielt das eigentlich keine Rolle. Dennoch ist Vimeo als Plattform selbst die bessere Wahl, da Vimeo als Zielgruppe vor allem die Kreativen anspricht. Anspruchsvolle Kurzfilme findet man wegen der unbeschränkten Videolaufzeit eher hier als auf Youtube - und mit ihr auch die entsprechende Community. Dadurch ist auch die Bewertungsqualität höher, da auf Vimeo ernstzunehmende Institutionen vertreten und Klarnamen die Regel sind. Vimeo kann zudem gut an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, wie das Beispiel des "Wann kommst du?" - Kurzfilms zeigt.
Vimeo erschließt sich leichter als Youtube, die Seite ist benutzerfreundlicher gestaltet und die umfassenden Funktionen finden sich alle auf einem oder zwei Blicken. Daneben ist Vimeo "Social-Media-barrierefrei" - mit einem Klick können die wichtigsten Netzwerke wie Facebook oder Twitter angesprochen werden. Wer Wert darauf legt, dass die Inhalte so weit wie möglich unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht werden, hat bei Vimeo dafür mehr Optionen als bei Youtube. Wobei hier natürlich auf das Urheberrecht zu achten ist.
Wo Vimeo gegenüber Youtube ausserdem die Nase vorn hat: Videos können auf Smartphones ohne Flash-Technologie angeschaut werden, sondern mit dem neuen Format HTML5. Zudem können Videos sofort online bearbeitet und gespeichert werden. Während bei Youtube das Hochladen der Videos über die Website selbst erfolgen muss, kann man den Vimeo-Uploader für den PC herunterladen, der im Hintergrund dann die Datenmengen auf die Plattform bringt.
Christop Müller-Girod.