Noten aus dem Internet


Datenbanken für Chöre

CPDL - Die Chor-Bibliothek im Internet

Es gibt im Internet eine Reihe von gemeinfreien (engl. public domain) Quellen für Noten.
Die Gemeinfreiheit bezeichnet alle Werke, die keinem Urheberrecht mehr unterliegen oder ihm nie unterlegen haben. Die CPDL (Choral Public Domain Library) startete im Dezember 1998 und ist eine der weltweit größten Internet-Bibliotheken mit frei zugänglichen Noten. Hier findet man nicht nur (Chor-)Noten, sondern auch Texte, Übersetzungen und Informationen über Komponisten. Auf der Website von CPDL wird ausdrücklich versichert, dass alle Partituren und Texte „legal“ sind, d.h. dass sie auf gemeinfreien Quellen basieren oder mit ausdrücklicher Genehmigung der Komponisten eingestellt wurden. Sie können die Partituren also frei herunterladen, drucken und kopieren.
Folgende Einschränkungen können gelten:
- Der Komponist oder Herausgeber behält sich alle Rechte an der Musik vor, erlaubt jedoch das freie Herunterladen der Noten.
- Der Komponist oder Herausgeber erlaubt das Kopieren und die Weitergabe der Noten unter der Bedingung, dass die Noten nur für nicht-kommerzielle Zwecke verwendet werden.
- Einige Herausgeber erlauben den Gebrauch der Noten ausschließlich zu religiösen Zwecken.
Überprüfen Sie bitte eventuelle diesbezügliche Hinweise auf den Partituren!

Dass die Website in englischer Sprache abgefasst ist, sollte Sie nicht abschrecken. Es ist relativ einfach, sich zurechtzufinden. Hier einige Erläuterungen, die Ihnen den Einstieg erleichtern:

Öffnen Sie die Website über www.choralwicki.net . Sie gelangen auf die Hauptseite („Main Page“) der CPDL.

Auf der rechten Seite finden Sie die zuletzt eingestellten Partituren („Most recent scores“) in kalendarischer Ordnung. Mit einem Doppelklick (rechte Maustaste) gelangen Sie auf die zur gewünschten Partitur zugehörige Informationsseite. Sie können aber auch auf der linken Seite nach einem bestimmten Werk suchen, z.B. „Mendelssohn, Die Nachtigall“. In der Kopfzeile der Infoseite finden Sie ein oder mehrere Symbole, die anzeigen, mit welchem Programm Sie die Datei öffnen können. In den meisten Fällen finden Sie dort das „PDF“-Symbol. Mit einem Doppelklick erscheinen die Noten mit Hilfe des Programms „Acrobat Reader“ (auf jedem PC installiert) auf Ihrem Bildschirm. (Über weitere Programme siehe unten!).

Auf der linken Seite der „Main Page“ gelangen Sie durch einen Doppelklick auf „Main composer menu“ auf die Komponisten-Seite (ca. 1.400 Komponisten!) und finden z.B. unter „M“ Felix Mendelssohn-Bartholdy oder unter „S“ Franz Schubert oder Friedrich Silcher und deren in der CPDL gespeicherten Werke. Sie können hier aber auch Komponisten nach Zeitalter („Composers grouped by era“) bzw. nach Nationalität („Composers grouped by nationality“) oder auch weibliche Komponisten („Women composers“) aufrufen.
Ebenfalls von der linken Hälfte der Hauptseite kommen Sie über „Main score menu“ zu den z. Zt. Ca. 10.000 alphabetisch aufgelisteten Partituren.
Unter den Subkategorien können Sie u.a. „Weltliche Musik“ (Secular music), „Geistliche Musik nach Jahreszeiten“ (Sacred music by season) oder Musik in einer bestimmten Sprache (Works by language) anwählen. Besonders interessant könnte die Subkategorie „Voicing“ sein. Hier finden Sie die Noten nach Chorgattungen. Gehen Sie z.B. über „Voicing“ zu „4 part choral music“ und weiter zu „TTBB“, so finden Sie mehrere hundert Partituren. Bei „SSAA“ sind es immerhin noch über 120 und bei „3 part choral music“ und „SAB“ wiederum einige hundert Werke.
Mit welchen Programmen kann ich die Notendateien öffnen?
Die meisten Noten sind als „PDF“ gespeichert und können mit dem Programm „Acrobat Reader“ geöffnet werden. Hinweise zu anderen Programmen finden Sie, wenn Sie links auf der Hauptseite unter der Rubrik „Browse CPDL“ auf „Downloadable tools“ klicken.
Zahlreiche Notensatzprogramme wie „Finale NotPad“, „ENCORE Demoversion“, „Scorch Viewer“ oder „capella Reader“ können Sie aus dem Internet frei herunterladen.

Autor: Helmut Zech


Die Petrucci-Bibliothek (I MSLP)

Heute möchte ich Sie mit der Petrucci-Bibliothek ( IMSLP) bekannt machen, einer hochinteressante, noch junge Noten-Bibliothek im Internet, auf deren Website es heißt:
„Willkommen beim Projekt der Internationalen Musiknotenbibliothek! IMSLP strebt eine virtuelle Bibliothek aller Partituren in der Public Domain an, ebenso wie eine Notensammlung von Komponisten, die ihre Werke der Welt gerne kostenlos zur Verfügung stellen möchten.“
Die Bibliothek startete im Februar 2006. Nach einer Abmahnung durch den Universal-Verlag Wien wurde sie 2008 vorübergehend vom Netz genommen, ist aber nach umfangreichen juristischen Recherchen zur Problematik des Urheberrechts seit dem 1. Juli 2008 wieder frei zugänglich.
Seitdem wächst der Notenbestand in atemberaubendem Tempo. Musiker in der ganzen
Welt öffnen ihre Notenschränke und stellen ihre Schätze bei der IMSLP ein. Anfang September 2008 standen ca. 20.000 Partituren im Netz, Anfang Februar 2009 waren es bereits 26.000! Sie finden für viele Werke Hinweise und Links zu weiteren Noten-Bezugsquellen und Tonträgern und natürlich auch Informationen über die Komponisten. In der IMSLP finden Sie Noten vieler musikalischer Genres: Opern, sinfonische Musik, Kammermusik und natürlich auch Lieder und Chorwerke. Auf die deutschsprachige Hauptseite gelangen Sie über folgende Adresse:
http://www.imslp.org/wiki/Hauptseite.

Unter der Rubrik „Kürzlich hinzugefügt“ finden Sie rechts auf der Hauptseite die aktuell eingestellten Werke. Durch Doppelklick kommt man direkt zum entsprechenden Komponisten bzw. Musikstück. Da jeden Tag Dutzende von Partituren dazukommen, ist es lohnend, regelmäßig einen Blick auf diese Rubrik zu werfen.
Im Notenkatalog kann man nach Komponisten, nach einer bestimmten Musikepoche oder nach einer Musikgattung bzw. Instrumentierung suchen. Wenn Sie - was ich einmal unterstelle - an Vokalmusik, speziell an Chormusik interessiert sind, dann gehen Sie mit einem Doppelklick auf „Gattung oder Instrumentierung und gelangen zum Untermenu „Browse scores by genre or instrum ent s“. Klicken Sie unter der Überschrift „Browse by genre“ auf „Vocal (non operatic)“. Dort sehen Sie zahlreiche Unterkategorien von „Canon“ über „Mass“ (Messe),„ Spiritual“, „Aria“, „Barbershop“, bis zu „Folk Song“, „Lieder“ usw. Man findet dort aber auch speziell Chormusik, unterteilt nach „sacral“ (geistlich) und „secular“ (weltlich) für die Chorgattungen „SATB“ und „other“ (andere, z.B. SSA), jeweils unterteilt nach „a capella“ bzw. „ with accompaniment“ (mit Begleitung).
Ein Beispiel: Unter der Rubrik „Other (secular - SATB choir a capella)“ finden Sie zahlreiche interessante Chorwerke von Mendelssohn, Tschaikowski, Grieg, Sibelius und anderen.

Gehen Sie in der ISMLP auf Entdeckungsreise! Es lohnt sich! Viel Vergnügen!

Quelle: www.chorverband-hamburg.de


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